07.August.2025

Fördert hybride Arbeit die Ungleichheit im Unternehmen? 

Fördert hybride Arbeit die Ungleichheit im Unternehmen? 
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Hybride Arbeitsmodelle sind das neue Normal. Sie gelten als modern, agil und scheinbar inklusiv. Doch hinter der Fassade aus Flexibilität und Freiheit lauert eine kritische Frage: Begünstigt hybrides Arbeiten ungewollt neue Formen der Ungleichheit? Während sich viele Unternehmen über gesteigerte Produktivität freuen, könnten wichtige Aspekte wie Chancengleichheit, Sichtbarkeit und Fairness ins Wanken geraten. 

Flexibilität als Versprechen – aber für wen? 

Seit der Pandemie hat sich das hybride Arbeiten rasant etabliert. Mitarbeitende können selbst entscheiden, ob sie vom Büro, von zu Hause oder mobil arbeiten, das ist ein echter Gewinn für viele. Zahlreiche Studien belegen: Flexibilität steigert nicht nur die Produktivität, sondern auch die Mitarbeiterzufriedenheit und die emotionale Bindung ans Unternehmen. 

Aber: Nicht alle profitieren im gleichen Maße von diesem Wandel. In vielen Organisationen zeigt sich ein neues, oft unbeachtetes Machtgefälle zwischen physischer Präsenz im Büro und remote arbeitenden Teammitgliedern. Wer regelmäßig vor Ort ist, wird eher gesehen, öfter gehört und bleibt sichtbarer für Führungskräfte. Diese Sichtbarkeit im Homeoffice fehlt vielen, die überwiegend remote arbeiten. Das hat konkrete Folgen für ihre Einflussmöglichkeiten, ihr Zugehörigkeitsgefühl und nicht zuletzt ihre Karrierechancen. 

Damit wird klar: Hybride Arbeit ist nur dann ein Fortschritt für alle, wenn Unternehmen gezielt gegensteuern und die Remote Work Nachteile nicht als Kollateralschaden, sondern als gestaltbare Herausforderung begreifen. 

Unsichtbar im Zoom-Call – sichtbar im Büro 

Wer gesehen wird, wird befördert? Das neue Gesicht der Ungleichheit 

Der Weg zur Beförderung führt oft nicht nur über Leistung, sondern über Sichtbarkeit. Präsenz im Büro bedeutet Zugang zu: 

  • Spontanen Gesprächen mit der Führungsebene 
  • Schnellen Entscheidungen und informellen Abstimmungen 
  • Sozialem Kapital: Netzwerke, Vertrauen, Einfluss 

Mitarbeitende im Homeoffice dagegen sind physisch abwesend und laufen Gefahr, auch mental ausgeblendet zu werden. Selbst in Videocalls ist es schwerer, sich einzubringen oder Nuancen mitzubekommen. 

Das Resultat: Wer hauptsächlich remote arbeitet, hat es oft schwerer, Gehör zu finden und damit auch schwerer, aufzusteigen. 

Isolation statt Integration 

  • 23% fühlen sich im Homeoffice isoliert
  • Die Hälfte sagt: Weniger Freundschaften im Unternehmen. 
  • 51% der Führungskräfte fühlen sich vom Team entfremdet
  • Die Team-Kommunikation leidet laut 31% der Befragten. 

Quelle: Bath, J., Brauchle, S. Wirksamkeit von verpflichtenden Büroquoten in hybriden Arbeitsmodellen. Z. Arb. Wiss.79, 234–249 (2025). https://doi.org/10.1007/s41449-025-00459-4 

Die stille Spaltung im Unternehmen  

In hybriden Meetings fühlen sich 37% ausgeschlossen

  • Asynchrone Kommunikation nimmt zu – bringt aber auch Risiken. 
  • Rund 40% fühlen sich im Homeoffice nicht gut informiert

Quelle: Bath, J., Brauchle, S. Wirksamkeit von verpflichtenden Büroquoten in hybriden Arbeitsmodellen. Z. Arb. Wiss.79, 234–249 (2025). https://doi.org/10.1007/s41449-025-00459-4 

Der Weg zu mehr Fairness in hybriden Strukturen  

Hybride Arbeit muss gestaltet werden 

Die gute Nachricht zuerst: Hybride Arbeit kann absolut gerecht, produktiv und nachhaltig sein, wenn Unternehmen sie nicht dem Zufall überlassen, sondern strategisch und bewusst steuern. Damit hybride Modelle langfristig funktionieren, braucht es mehr als Homeoffice-Regelungen und Videocalls. Was es wirklich braucht, ist ein systematischer Ansatz, der sowohl technische als auch kulturelle Dimensionen berücksichtigt. 

Führung neu denken: Hybride Teams brauchen neue Leadership-Kompetenzen 

Eine der größten Herausforderungen bei hybriden Arbeitsmodellen liegt in der Führung virtueller Teams. Klassische Führungsstile greifen hier oft zu kurz. Führung in hybriden Teams bedeutet, Mitarbeitende unabhängig vom Arbeitsort gleichwertig zu fördern, aktiv einzubinden und individuell zu begleiten. Vertrauensvolle Führung auf Distanz, regelmäßiges Feedback sowie empathische Kommunikation sind entscheidend für den Erfolg. 

Sichtbarkeit im Homeoffice gezielt ermöglichen 

Ein zentrales Problem in vielen Unternehmen ist die mangelnde Sichtbarkeit im Homeoffice. Wer remote arbeitet, hat oft weniger Zugang zu informellen Gesprächen und spontanen Entscheidungsprozessen, was langfristig Karrieren behindern kann. Um diese Remote Work Nachteile zu vermeiden, sind transparente Feedbackzyklen, nachvollziehbare Leistungsmessung und digitale Projekttools unverzichtbar. So wird Chancengleichheit im Homeoffice aktiv gefördert. 

Digitale Unternehmenskultur aktiv gestalten 

Hybride Arbeitsmodelle verändern nicht nur den Arbeitsort, sondern auch das Miteinander. Klassische Formen der Teamkultur funktionieren nicht automatisch digital. Deshalb braucht es neue, kreative Formate, um digitale Unternehmenskultur und Teamzusammenhalt zu fördern, etwa virtuelle Coffee-Breaks, gemeinsame Retrospektiven oder kollaborative Whiteboards. Diese Formate stärken nicht nur die Zusammenarbeit, sondern schaffen auch emotionale Nähe trotz räumlicher Distanz. 

HR-Digitalisierung als Basis für gerechte Strukturen 

HR Digitalisierung im Kontext hybrider Arbeit ist der Schlüssel, um Prozesse zu vereinheitlichen, Mitarbeitende systematisch zu begleiten und Entscheidungen transparent zu machen. Von digitalem Onboarding über automatisierte Abwesenheitsplanung bis hin zu smartem Ressourcenmanagement: Die richtigen Tools ermöglichen eine gleichwertige Behandlung aller Teammitglieder, egal ob im Office oder im Homeoffice. 

Standardisierte Prozesse für mehr Fairness und Transparenz 

Um Ungleichheit durch hybride Arbeit zu verhindern, müssen Unternehmen ihre Strukturen überprüfen. Meetings, Informationsflüsse und Entscheidungswege dürfen nicht nur physisch präsenten Mitarbeitenden zugutekommen. Einheitliche Standards und digitale Dokumentation sorgen dafür, dass kein Wissen verloren geht und niemand außen vor bleibt. 

Kostenloses Whitepaper für HR-Profis: So gelingt die faire Einführung hybrider Arbeit 

Sie möchten sicherstellen, dass hybride Arbeit in Ihrem Unternehmen Chancen schafft, nicht Ungleichheit

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Speziell für HR-Verantwortliche entwickelt, zeigt unser Leitfaden praxisnah: 

  • Wie Sie hybride Arbeit strategisch planen und fair gestalten 
  • Wie Sie Mitarbeitende durch Wandel und Unsicherheit begleiten 
  • Welche Rolle Kommunikation, Führung und Unternehmenskultur spielen 
  • Wie moderne Tools wie vysofts Ressourcenmanagement Ihre HR-Prozesse effektiv unterstützen 

Dieses Whitepaper ist ein Must-Read für alle HR-Manager, die die Zukunft der Arbeit aktiv gestalten wollen

Fazit: Hybrides Arbeiten braucht mehr als WLAN und Zoom  

Hybride Arbeit ist weit mehr als ein Arbeitsplatztrend, sie ist ein echter Kulturwandel. Doch dieser Wandel bringt Herausforderungen mit sich, die Unternehmen aktiv angehen müssen. Denn ohne eine klare Strategie entstehen schnell strukturelle Nachteile, insbesondere für remote arbeitende Mitarbeitende. 

Remote Work Nachteile wie fehlende Sichtbarkeit, mangelnder informeller Austausch oder der erschwerte Zugang zu Entscheidungsprozessen sind real und dürfen nicht unterschätzt werden. Die Sichtbarkeit im Homeoffice bleibt eines der zentralen Themen, wenn es um faire Leistungsbeurteilung und Karrieremöglichkeiten geht. Wer nicht präsent ist, wird oft unbewusst weniger wahrgenommen, das ist eine kritische Erkenntnis für jede moderne Führungs- und Unternehmenskultur. 

Daher ist es essenziell, Chancengleichheit im Homeoffice gezielt zu fördern. Das beginnt bei einer klaren Kommunikation, geht über transparente Entscheidungsprozesse bis hin zu digital unterstützten HR-Prozessen. Genau hier setzen hybride Arbeitsmodelle im HR-Kontext an: Sie müssen so gestaltet sein, dass alle Mitarbeitenden egal ob vor Ort oder remote, die gleichen Entwicklungsmöglichkeiten und Beteiligungschancen haben. 

Unternehmen, die hybride Arbeit erfolgreich etablieren möchten, kommen nicht an der HR-Digitalisierung für hybrides Arbeiten vorbei. Tools wie vysofts Ressourcenmanagement, strukturierte Onboarding-Prozesse und virtuelle Feedbacksysteme helfen dabei, hybride Teams effizient zu führen und gerecht einzubinden. Führung in hybriden Teams verlangt neue Kompetenzen: Empathie, digitale Kommunikationsstärke und die Fähigkeit, Nähe trotz Distanz zu schaffen. 

Wenn hybride Arbeit richtig umgesetzt wird, kann sie ein echter Hebel für mehr Flexibilität, Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit sein. Wird sie jedoch dem Zufall überlassen, drohen langfristig Ungleichheit durch hybride Arbeit, Demotivation und eine stille Spaltung der Belegschaft. Jetzt ist die Zeit, die Weichen richtig zu stellen für eine gerechte, digitale und zukunftsfähige Arbeitswelt. 

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28.Juli.2025

DMS-Herausforderungen für IT-Leiter

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DMS-Herausforderungen für IT-Leiter
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Zwischen Effizienz, Sicherheit und Akzeptanz

In Zeiten digitaler Transformation ist das Dokumentenmanagementsystem (DMS) längst nicht mehr nur ein Werkzeug zur digitalen Ablage, sondern eine strategische Plattform, die Prozesse, Compliance und Zusammenarbeit unternehmensweit prägt.

Doch gerade IT-Leiter stehen vor besonderen Herausforderungen bei Auswahl, Einführung und nachhaltiger Nutzung eines DMS. Der folgende Beitrag beleuchtet die wichtigsten Pain Points, strategischen Stolpersteine und Lösungsansätze für IT-Leiter in mittelständischen und großen Unternehmen.

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1. Technische und fachliche Anforderungen vereinen

Die digitale Transformation zwingt Unternehmen, ihre Informationsflüsse zu automatisieren und transparent zu machen. Die Dokumentenmanagement Software wird hierbei zur Schaltzentrale des Dokumentenlebenszyklus – vom Eingang über Verarbeitung bis zur revisionssicheren Archivierung.

Für IT-Leiter bedeutet das:

  • Sie müssen technische Anforderungen mit fachlichen Erwartungen vereinen.
  • Sie tragen Verantwortung für Compliance, Datenschutz und Verfügbarkeit.
  • Sie müssen gewährleisten, dass die DMS Software nicht nur heute, sondern auch in fünf Jahren skalierbar und integrationsfähig bleibt.

2. Technische Komplexität – Integration in bestehende IT-Landschaften

Herausforderung: Kaum ein DMS System funktioniert als Standalone-Lösung. Moderne Unternehmen nutzen ERP-, CRM- und branchenspezifische Systeme, die angebunden werden müssen, um Medienbrüche zu vermeiden und Automatisierungspotenziale auszuschöpfen.

  • Problempunkt Integrationstiefe: Unterschiedliche Schnittstellenstandards, heterogene Software-Versionen und historisch gewachsene Strukturen führen häufig zu Kompatibilitätsproblemen.
  • Beispiel ERP-Integration: Rechnungsworkflows oder Bestellprozesse erfordern eine tiefe Verbindung zu SAP, Microsoft Dynamics oder branchenspezifischen ERP-Systemen. Ohne native Schnittstellen entstehen aufwendige, wartungsintensive Workarounds.

Lösungsansatz: Bei der Auswahl sollte die API-Offenheit der DMS-Lösung ein zentrales Kriterium sein. Ein modernes DMS muss RESTful APIs, Webhooks oder Middleware-Anbindungen mitbringen, um mit der Geschwindigkeit künftiger Prozessveränderungen Schritt zu halten.

3. Compliance und Datenschutz – Sicherheit als Must-Have

Herausforderung: Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), GoBD-konforme Archivierung und branchenspezifische Aufbewahrungsfristen machen ein DMS nicht nur zur Effizienzlösung, sondern auch zum Compliance-Werkzeug.

  • Problempunkt Datenklassifizierung: Viele Unternehmen haben keine klare Dokumentenklassifizierung implementiert. Welche Dokumente unterliegen welchen Löschfristen? Welche Informationen sind besonders schützenswert?
  • Problempunkt Zugriffskonzepte: Rollenbasierte Zugriffssteuerung ist Pflicht, aber oft zu generisch implementiert. Sensible Bereiche wie Personalakten oder Vertragsdaten benötigen granulare Berechtigungen.

Lösungsansatz: Ein professionelles Berechtigungskonzept sollte bereits vor der Einführung gemeinsam mit Datenschutzbeauftragten und den Fachbereichen entwickelt werden. Zudem sollte ein Dokumentenmanagementsystem Data Loss Prevention (DLP)– und Verschlüsselungsmechanismen mitbringen, um Sicherheits- und Compliance-Vorgaben vollumfänglich zu erfüllen.

4. User Adoption – Der Faktor Mensch als größte Hürde

Herausforderung: Auch die technologisch beste DMS Software scheitert, wenn sie von den Fachabteilungen nicht genutzt wird. Gründe dafür sind:

  • Unzureichende Schulung
  • Komplexe Oberflächen ohne intuitive Nutzerführung
  • Fehlende Einbindung der User in Auswahl- und Testphasen

Lösungsansatz:

IT-Leiter sollten sicherstellen, dass:

  • Key User frühzeitig eingebunden werden und in Pilotprojekten reale Szenarien abbilden.
  • das DMS eine moderne UX/UI bietet, die an gängige Office-Oberflächen angelehnt ist.
  • regelmäßige Schulungen, Update-Trainings und Change-Kommunikation stattfinden, um die Akzeptanz nachhaltig zu sichern.

Kostenloses Whitepaper „DMS-Guide für It-Abteilungen und -Entscheider“

Die Digitalisierung von Dokumentenprozessen ist längst kein Trend mehr, sondern essenziell, um mit dem Wettbewerb Schritt zu halten, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und Ihre IT-Ressourcen optimal einzusetzen. Dennoch scheitern zahlreiche Unternehmen an einer strukturierten Herangehensweise bei der Auswahl und Einführung eines Dokumentenmanagementsystems (DMS).

Unser neuer Guide richtet sich speziell an IT-Abteilungen und IT-Entscheider, die vor der Herausforderung stehen, bestehende analoge oder teildigitalisierte Prozesse durch ein modernes, effizientes DMS abzulösen. Er bietet Ihnen konkrete Handlungsempfehlungen, Checklisten und praxisnahe Tipps, mit denen Sie Ihr Projekt erfolgreich steuern.

DMS für IT

5. Skalierbarkeit und Zukunftsfähigkeit

Herausforderung: Viele Unternehmen implementieren Dokumentenmanagementsystem Software, die zwar den aktuellen Bedarf abdeckt, aber beim Wachstum an ihre Grenzen stößt. Typische Probleme:

  • Limitierte Mandantenfähigkeit bei Unternehmensgruppen
  • Restriktive Lizenzmodelle, die die Einführung neuer Standorte verteuern
  • Fehlende Cloud-Readiness oder hybride Betriebsmodelle

Lösungsansatz:

Ein zukunftsfähiges DMS sollte:

  • Mandantenfähigkeit und Multi-Location-Unterstützung nativ bieten.
  • Flexible Lizenzmodelle (User-, Prozess-, Volumenbasiert) für unterschiedliche Wachstumsstrategien bereitstellen.
  • Eine Cloud-, On-Premises- und Hybrid-Betriebsoption bieten, um je nach Sicherheitsanforderung agil reagieren zu können.

6. Workflow-Automatisierung – Die unterschätzte Dimension

Herausforderung: Ein Dokumentenmanagementsystem ohne Workflow Engine bleibt ein digitaler Aktenschrank. Der eigentliche Mehrwert liegt in der Automatisierung repetitiver Prozesse. Doch genau hier scheitern viele Implementierungen, weil:

  • Prozesse nicht dokumentiert und standardisiert sind
  • Der Fokus zu sehr auf Archivierung statt auf Prozessdigitalisierung liegt
  • Workflow-Designer zu komplex oder restriktiv sind

Lösungsansatz:

  • Vor Implementierung sollten die Top-10-Dokumentenprozesse mit klaren Zielen priorisiert werden (z.B. Rechnungseingang, Vertragsmanagement, Urlaubsanträge).
  • Die DMS Software muss einen Low-Code-Workflow-Designer bieten, damit Prozesse ohne tiefes – Programmierwissen durch Fachbereiche angepasst werden können.
  • Ein IT-Fachbereich-übergreifendes Prozessmanagement-Team ist sinnvoll, um die kontinuierliche Prozessoptimierung zu gewährleisten.

7. Migration bestehender Archive – Der oft unterschätzte Kostenfaktor

Herausforderung: Der Wechsel von Altarchiven auf ein modernes DMS System wird häufig als rein technisches Projekt betrachtet. Doch:

  • Unterschiedliche Datenformate, fehlende Indexinformationen oder proprietäre Archivformate erschweren Migrationen.
  • Aufwand und Kosten werden bei Ausschreibungen häufig unterschätzt.
  • Downtimes oder unvollständige Migrationen können Compliance-Risiken bergen.

Lösungsansatz:

  • Ein erfahrener Dokumentenmanagement System Anbieter sollte eingebunden werden.
  • Vorab müssen vollständige Datenanalysen durchgeführt werden, um Umfang und Komplexität der Altarchive realistisch zu bewerten.
  • Das Thema Migration muss in der DMS-Gesamtprojektplanung als eigenständiger Workstream betrachtet werden.

8. Budgetplanung und Business Case

Herausforderung: Ein DMS-Projekt ist kein reines IT-Projekt, sondern ein Business-Enablement-Projekt. Doch Budgets werden oft nicht vollumfänglich geplant, da:

  • Versteckte Kosten wie Migration, Change Management, Customizing oder Schulungen nicht berücksichtigt werden.
  • Der Return-on-Investment nur auf Basis von Lizenzkosten berechnet wird, nicht auf Basis der Prozessoptimierungspotenziale.

Lösungsansatz:

IT-Leiter sollten den Business Case ganzheitlich mit den Fachbereichen aufsetzen und folgende Faktoren quantifizieren:

  • Zeitersparnis pro Prozess
  • Reduzierte Druck- und Lagerkosten
  • Compliance- und Sicherheitsvorteile (Vermeidung potenzieller Bußgelder)
  • Mitarbeiterzufriedenheit und Effizienzgewinne durch Automatisierung

Fazit: DMS als strategisches Schlüsselprojekt für IT-Leiter

Die Einführung eines Dokumentenmanagementsystems ist weit mehr als ein IT-Projekt. Es ist ein unternehmensweites Change-Projekt, das organisatorische, technische und menschliche Herausforderungen vereint. Für IT-Leiter gilt:

  • Frühzeitige Einbindung aller Stakeholder
  • Fokussierung auf Integration, Automatisierung und Skalierbarkeit
  • Strategische Planung mit klar definierten Use Cases und KPIs
  • Professionelles Change- und Schulungsmanagement

Nur so kann ein digitales Dokumentenmanagementsystem nicht nur zur Ablageplattform, sondern zu einem echten Enabler der digitalen Transformation werden. Dokumentenmanagement System Anbieter bieten hierfür flexible Lösungen, die individuell auf Unternehmensstrukturen zugeschnitten werden können.

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21.Juli.2025

Hackerangriff auf Microsoft SharePoint

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Was ist passiert? – Behörden und Unternehmen im Visier

Sicherheitsforscher schlagen Alarm: Eine neu entdeckte Sicherheitslücke in Microsoft SharePoint-Servern ist derzeit das Ziel aktiver Cyber-Angriffe (Stand 21.07.2025). SharePoint wird weltweit als Plattform für den Datei- und Datenaustausch in Organisationen, Behörden und Bildungseinrichtungen genutzt. Laut ersten Berichten sind bereits zahlreiche Unternehmen und Behörden Ziel solcher Angriffe geworden. Auch das FBI ermittelt in diesem Zusammenhang.

Angreifer nutzen „Spoofing“-Techniken

Die kürzlich identifizierte Sicherheitslücke betrifft SharePoint-Server, die von Unternehmen eigenständig gehostet werden. Laut Cyber-Experten konnten Kriminelle bereits in die IT-Infrastrukturen zahlreicher Organisationen eindringen – betroffen seien sowohl private Unternehmen als auch Einrichtungen des öffentlichen Dienstes, wie die „Washington Post“ schrieb.

Microsoft hat das Problem inzwischen bestätigt, in einem Blogbeitrag darauf hingewiesen und Updates zur Verfügung gestellt. Der Konzern rät seinen Kunden dringend, diese Sicherheitsupdates zeitnah zu installieren. Falls dies nicht möglich sei, sollten Server vorsorglich vom Internet getrennt werden, bis ein Patch eingespielt werden kann.

Die Art der Schwachstelle ermöglicht Angriffe durch sogenanntes „Spoofing“. Dabei geben sich Hacker als legitime Nutzer oder interne Systeme aus und verschleiern ihre wahre Identität, um den Zugriff auf sensible Daten zu erlangen.

Gefahr für Passwörter, Daten und digitale Schlüssel 

Betroffen sind ausschließlich SharePoint-Server, die von Unternehmen selbst gehostet werden. SharePoint Online innerhalb von Microsoft 365 ist laut Microsoft nicht betroffen. Der Technologiekonzern arbeitet bei der Reaktion auf die Vorfälle eng mit US-Behörden wie dem Cyber-Kommando des Verteidigungsministeriums zusammen.

Besonders brisant: Die Angreifer sind laut aktuellen Experten-Einschätzungen nicht nur in der Lage, Passwörter und Daten zu entwenden, sondern auch digitale Schlüssel zu kompromittieren. Diese ermöglichen es ihnen, sich selbst nach Schließen der Sicherheitslücke erneut unbemerkt Zugang zu den Systemen zu verschaffen.

Die entdeckte Schwachstelle gilt unter Security-Experten als „signifikant“. Man warnt vor breit angelegten Angriffen auf „tausende“ Server und rät Adminstratoren, ihre Systeme bis zur Einspielung eines Patches zu isolieren oder offline zu nehmen.

Microsoft SharePoint Sicherheitslücke

Hintergründe zu den Tätern bleiben unklar

Wer hinter den aktuellen Angriffen steckt, ist bislang nicht bekannt. Laut Informationen der „Washington Post“ wurden in den USA bereits Server von zwei Bundesbehörden erfolgreich kompromittiert. Um welche Institutionen es sich handelt, wurde bisher nicht veröffentlicht.

Jetzt handeln und Datenverlust verhindern

Die aktuellen Vorfälle verdeutlichen, wie wichtig es ist, sensible Dateien und Kommunikationsinhalte dauerhaft geschützt zu speichern. Neben technischen Schutzmaßnahmen wie Sicherheitsupdates und der professionellen Administration von SharePoint-Servern empfiehlt sich auch der Einsatz eines dedizierten Dokumentenmanagementsystems (DMS).

Mit unserem DMS windream können Unternehmen und Behörden alle unternehmensrelevanten Dateien, aber auch Chats aus Microsoft Teams revisionssicher archivieren und vor unberechtigtem Zugriff schützen. Gerade im Falle eines Cyberangriffs bleibt so sichergestellt, dass wichtige Kommunikations- und Geschäftsdaten nachvollziehbar, strukturiert und rechtskonform gesichert sind. Gleichzeitig unterstützt eine zentrale Archivierung die schnelle Wiederherstellung von Informationen nach einem Vorfall und stärkt die digitale Resilienz Ihrer Organisation.

Ihre Vorteile mit windream for Microsoft Teams:

  • Datenschutzkonformität nach EU-DSGVO – auch für private Chats, um die Privatsphäre Ihrer Mitarbeitenden zu wahren.
  • Revisionssichere Archivierung für maximalen Schutz und rechtssichere Ablage.
  • Unabhängigkeit von der Microsoft-Cloud, da alle Teams-Daten autark im windream-System gespeichert werden.
  • Zugriff auf sämtliche Dokumente und Chats aus Teams-Kanälen für autorisierte Personen – direkt in Microsoft Teams oder im windream DMS.
  • Flexible Erweiterbarkeit, z. B. um ein digitales Aktenmanagement innerhalb von Teams.

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14.Juli.2025

Accounting im Wandel: Von Fragmentopolis zur Data City

Accounting im Wandel: Von Fragmentopolis zur Data City
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Das Problem „Fragmentopolis“ im Accouting

Wer im Accounting arbeitet, kennt das Bild nur allzu gut: Rechnungen gelangen über verschiedenste Kanäle ins Unternehmen. Die Freigabe erfolgt mal per E-Mail, mal per Chat, und am Ende kursiert wieder eine Excel-Datei mit dem Namen „final_neu_mehrfinal.xlsx“. Was humorvoll klingt, ist in vielen Finanzabteilungen harte Realität. Der Arbeitsalltag in diesem „Fragmentopolis“ ist geprägt von manuellen Prozessen, redundanten Daten und einem hohen Maß an Kontrollaufwand. Zeit für Analysen und strategische Steuerung bleibt kaum.

Eine aktuelle Untersuchung von KPMG zeigt, dass Controller:innen im Schnitt rund 30 Prozent ihrer Arbeitszeit damit verbringen, Daten zu suchen, nachzufragen oder Unstimmigkeiten zu klären. Das ist wertvolle Zeit, die eigentlich für Planung, Forecasts und die Gestaltung von Geschäftsstrategien benötigt wird. Genau hier zeigt sich der Kern des Problems: Prozesse in der digitalen Buchhaltung und im Controlling sind in vielen Unternehmen noch immer fragmentiert und stark von manueller Arbeit geprägt.

Fragmentierte Prozesse bremsen die digitale Buchhaltung

Die Folge dieser Insellösungen ist nicht nur Frust bei den Mitarbeitenden, sondern auch ein massiver Wettbewerbsnachteil. Ohne verlässliche und zentrale Datenbasis fehlt die erforderliche Transparenz für fundierte Entscheidungen. Zahlungsfristen werden übersehen, Skonti nicht genutzt, Budgets geraten aus dem Blick. Statt aktiv zu steuern, bleibt den Verantwortlichen oft nur die reaktive Schadensbegrenzung.

Die Frage ist also: Wie gelingt der Sprung aus Fragmentopolis in eine strukturierte, vernetzte und zukunftsfähige Finanzorganisation?

Automatisierung im Accounting: Mehr Effizienz und weniger Fehler

Ein automatisierter Rechnungseingang ist dabei nur der Anfang. Durch digital abgebildete Prozessketten und klar definierte Freigabelogiken beschleunigt sich der gesamte Workflow. Rechnungen landen automatisch im richtigen Prüfungsordner, Skonti können zuverlässig genutzt werden, und Verantwortliche behalten jederzeit den Überblick über offene Posten und die Liquiditätslage.

Die Vorteile sind messbar: Laut einer Studie von Deloitte können Unternehmen durch den Einsatz digitaler Buchhaltungssysteme ihre Bearbeitungskosten pro Rechnung um bis zu 70 Prozent senken. Gleichzeitig reduziert sich die Fehlerquote deutlich, da manuelle Eingaben minimiert werden.

Für das Controlling bedeutet das weniger Datensuche und mehr Zeit für die Analyse und Steuerung. Besonders eindrücklich wird dieser Mehrwert, wenn man den Alltag einzelner Rollen betrachtet.

Prozessoptimierung im Controlling: Von Reaktion zu proaktiver Steuerung

Die Digitalisierung ist längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern gelebte Realität. Steigende regulatorische Anforderungen, volatile Märkte und immer kürzere Reporting-Zyklen machen es unmöglich, mit alten Methoden weiterzuarbeiten. Während früher ein Monatsabschluss im Fokus stand, erwarten Führungskräfte heute Echtzeit-Daten – und zwar verlässlich und transparent.

Durch die Prozessoptimierung im Controlling werden genau diese Anforderungen erfüllt. Automatisierte Workflows, zentrale Datenhaltung und transparente Dashboards ermöglichen es, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und aktiv gegenzusteuern. Die Rolle der Controller:innen wandelt sich somit: Aus Datensammler:innen werden Business Partner:innen, die aktiv strategischen Mehrwert erzeugen.

Ein weiterer Aspekt: Mit einer einheitlichen Datenbasis lassen sich Compliance-Vorgaben leichter erfüllen. Audit Trails, Prüfprotokolle und automatisierte Dokumentationen sorgen dafür, dass Nachweise jederzeit verfügbar sind – ein nicht zu unterschätzender Vorteil in Zeiten strengerer Regularien.

Praxisnah gedacht: Was sich im Alltag wirklich verändert

Die Einführung einer digitalen, automatisierten Rechnungsverarbeitung hat unmittelbare Effekte:

  • Im Accounting reduziert sich die Fehlerquote, weil doppelte Eingaben oder Übertragungsfehler wegfallen. Mitarbeiter:innen gewinnen Zeit, die sie für die qualitative Prüfung nutzen können.
  • Im Controlling sorgt die zentrale Datenbasis dafür, dass Berichte schneller und präziser erstellt werden können. Forecasts basieren auf aktuellen Daten statt auf veralteten Excel-Sheets.
  • Im Management verbessert sich die Entscheidungsqualität, weil Kennzahlen nicht nur aggregiert, sondern auch im Detail nachvollziehbar sind.

Der entscheidende Punkt: Die Transformation wirkt sich nicht nur auf die Effizienz aus, sondern auch auf die Mitarbeiterzufriedenheit. Weniger Routinetätigkeiten, mehr inhaltliche Arbeit und eine bessere Positionierung als strategische Partner.

Zukunftsausblick: Digitale Buchhaltung als Basis für KI und Analytics

Der Weg in die Data City endet nicht bei digitalisierten Workflows. Langfristig öffnet er die Tür zu noch umfassenderen Möglichkeiten. Themen wie künstliche Intelligenz oder automatisierte Szenarien gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Wer heute seine Buchhaltung digitalisiert, automatisiert und eine zentrale Datenbasis aufbaut, schafft die Grundlage, um morgen von diesen Innovationen zu profitieren. Nach Einschätzung von Gartner werden bis 2026 über 60 % der Finanzabteilungen KI-gestützte Analysen in ihrem Tagesgeschäft nutzen. Wer den Weg frühzeitig einschlägt, hat also einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Fazit: Der Weg aus Fragmentopolis in die Data City

Die Finanzabteilungen der Zukunft sind keine Verwalter:innen mehr, sondern Gestalter:innen. Voraussetzung dafür ist, die täglichen Schmerzpunkte konsequent zu adressieren: weg von manuellen Prozessen, hin zu durchgängiger Automatisierung und transparenter Datennutzung.

Der erste Schritt besteht darin, die eigene Organisation ehrlich zu prüfen: Befinden wir uns noch in Fragmentopolis – oder sind wir schon auf dem Weg in die Data City?

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