14.Juli.2025

Accounting im Wandel: Von Fragmentopolis zur Data City

Accounting im Wandel: Von Fragmentopolis zur Data City
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Das Problem „Fragmentopolis“ im Accouting

Wer im Accounting arbeitet, kennt das Bild nur allzu gut: Rechnungen gelangen über verschiedenste Kanäle ins Unternehmen. Die Freigabe erfolgt mal per E-Mail, mal per Chat, und am Ende kursiert wieder eine Excel-Datei mit dem Namen „final_neu_mehrfinal.xlsx“. Was humorvoll klingt, ist in vielen Finanzabteilungen harte Realität. Der Arbeitsalltag in diesem „Fragmentopolis“ ist geprägt von manuellen Prozessen, redundanten Daten und einem hohen Maß an Kontrollaufwand. Zeit für Analysen und strategische Steuerung bleibt kaum.

Eine aktuelle Untersuchung von KPMG zeigt, dass Controller:innen im Schnitt rund 30 Prozent ihrer Arbeitszeit damit verbringen, Daten zu suchen, nachzufragen oder Unstimmigkeiten zu klären. Das ist wertvolle Zeit, die eigentlich für Planung, Forecasts und die Gestaltung von Geschäftsstrategien benötigt wird. Genau hier zeigt sich der Kern des Problems: Prozesse in der digitalen Buchhaltung und im Controlling sind in vielen Unternehmen noch immer fragmentiert und stark von manueller Arbeit geprägt.

Fragmentierte Prozesse bremsen die digitale Buchhaltung

Die Folge dieser Insellösungen ist nicht nur Frust bei den Mitarbeitenden, sondern auch ein massiver Wettbewerbsnachteil. Ohne verlässliche und zentrale Datenbasis fehlt die erforderliche Transparenz für fundierte Entscheidungen. Zahlungsfristen werden übersehen, Skonti nicht genutzt, Budgets geraten aus dem Blick. Statt aktiv zu steuern, bleibt den Verantwortlichen oft nur die reaktive Schadensbegrenzung.

Die Frage ist also: Wie gelingt der Sprung aus Fragmentopolis in eine strukturierte, vernetzte und zukunftsfähige Finanzorganisation?

Kostenloses Whitepaper: „Data City für Finance & Controlling“

Genau hier setzt das Whitepaper „Data City für Finance & Controlling“ an. Es zeigt Schritt für Schritt, wie Unternehmen ihre Prozesse modernisieren und eine durchgängige digitale Buchhaltung etablieren können. Mit konkreten Anwendungsbeispielen, Checklisten und praxisnahen Handlungsempfehlungen liefert es einen echten Fahrplan für den Weg in die Data City.

Automatisierung im Accounting: Mehr Effizienz und weniger Fehler

Ein automatisierter Rechnungseingang ist dabei nur der Anfang. Durch digital abgebildete Prozessketten und klar definierte Freigabelogiken beschleunigt sich der gesamte Workflow. Rechnungen landen automatisch im richtigen Prüfungsordner, Skonti können zuverlässig genutzt werden, und Verantwortliche behalten jederzeit den Überblick über offene Posten und die Liquiditätslage.

Die Vorteile sind messbar: Laut einer Studie von Deloitte können Unternehmen durch den Einsatz digitaler Buchhaltungssysteme ihre Bearbeitungskosten pro Rechnung um bis zu 70 Prozent senken. Gleichzeitig reduziert sich die Fehlerquote deutlich, da manuelle Eingaben minimiert werden.

Für das Controlling bedeutet das weniger Datensuche und mehr Zeit für die Analyse und Steuerung. Besonders eindrücklich wird dieser Mehrwert, wenn man den Alltag einzelner Rollen betrachtet.

Im Whitepaper „Data City für Finance & Controlling“ begleitet die fiktive Controllerin Jana ihre Transformation: Wo früher Bauchgefühl und manuelles Abgleichen von Daten notwendig waren, bieten ihr heute Dashboards und Reports eine solide Grundlage für fundierte Entscheidungen.

Prozessoptimierung im Controlling: Von Reaktion zu proaktiver Steuerung

Die Digitalisierung ist längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern gelebte Realität. Steigende regulatorische Anforderungen, volatile Märkte und immer kürzere Reporting-Zyklen machen es unmöglich, mit alten Methoden weiterzuarbeiten. Während früher ein Monatsabschluss im Fokus stand, erwarten Führungskräfte heute Echtzeit-Daten – und zwar verlässlich und transparent.

Durch die Prozessoptimierung im Controlling werden genau diese Anforderungen erfüllt. Automatisierte Workflows, zentrale Datenhaltung und transparente Dashboards ermöglichen es, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und aktiv gegenzusteuern. Die Rolle der Controller:innen wandelt sich somit: Aus Datensammler:innen werden Business Partner:innen, die aktiv strategischen Mehrwert erzeugen.

Ein weiterer Aspekt: Mit einer einheitlichen Datenbasis lassen sich Compliance-Vorgaben leichter erfüllen. Audit Trails, Prüfprotokolle und automatisierte Dokumentationen sorgen dafür, dass Nachweise jederzeit verfügbar sind – ein nicht zu unterschätzender Vorteil in Zeiten strengerer Regularien.

Praxisnah gedacht: Was sich im Alltag wirklich verändert

Die Einführung einer digitalen, automatisierten Rechnungsverarbeitung hat unmittelbare Effekte:

  • Im Accounting reduziert sich die Fehlerquote, weil doppelte Eingaben oder Übertragungsfehler wegfallen. Mitarbeiter:innen gewinnen Zeit, die sie für die qualitative Prüfung nutzen können.
  • Im Controlling sorgt die zentrale Datenbasis dafür, dass Berichte schneller und präziser erstellt werden können. Forecasts basieren auf aktuellen Daten statt auf veralteten Excel-Sheets.
  • Im Management verbessert sich die Entscheidungsqualität, weil Kennzahlen nicht nur aggregiert, sondern auch im Detail nachvollziehbar sind.

Der entscheidende Punkt: Die Transformation wirkt sich nicht nur auf die Effizienz aus, sondern auch auf die Mitarbeiterzufriedenheit. Weniger Routinetätigkeiten, mehr inhaltliche Arbeit und eine bessere Positionierung als strategische Partner.

Zukunftsausblick: Digitale Buchhaltung als Basis für KI und Analytics

Der Weg in die Data City endet nicht bei digitalisierten Workflows. Langfristig öffnet er die Tür zu noch umfassenderen Möglichkeiten. Themen wie künstliche Intelligenz oder automatisierte Szenarien gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Wer heute seine Buchhaltung digitalisiert, automatisiert und eine zentrale Datenbasis aufbaut, schafft die Grundlage, um morgen von diesen Innovationen zu profitieren. Nach Einschätzung von Gartner werden bis 2026 über 60 % der Finanzabteilungen KI-gestützte Analysen in ihrem Tagesgeschäft nutzen. Wer den Weg frühzeitig einschlägt, hat also einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Fazit: Der Weg aus Fragmentopolis in die Data City

Die Finanzabteilungen der Zukunft sind keine Verwalter:innen mehr, sondern Gestalter:innen. Voraussetzung dafür ist, die täglichen Schmerzpunkte konsequent zu adressieren: weg von manuellen Prozessen, hin zu durchgängiger Automatisierung und transparenter Datennutzung.

Der erste Schritt besteht darin, die eigene Organisation ehrlich zu prüfen: Befinden wir uns noch in Fragmentopolis – oder sind wir schon auf dem Weg in die Data City?

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